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| Inhalt | ||
| 1. Einleitung | 6. Venus | 11. Neptun |
| 2. Sonnenlauf | 7. Mars | 12. Pluto |
| 3. Mond | 8. Jupiter | 13. Sternenhimmel |
| 4. Planeten | 9. Saturn | |
| 5. Merkur | 10. Uranus | |
Alle Zeiten sind in mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) angegeben. Die Auf-, Untergangs- und Kulminationszeiten können je nach Standort in Mitteleuropa um plus/minus 30 Minuten von den angegebenen Zeiten abweichen.
Alle Daten wurden für Frankfurt am Main errechnet. Die Berechnungen erfolgten mit CalSky (www.calsky.de).
Im Juli durchwandert die Sonne die Sternbilder Zwillinge und Krebs.
| Phase | Datum | Uhrzeit |
| Neumond | 3.7. | 4h18m |
| Erstes Viertel | 10.7. | 6h34m |
| Vollmond | 18.7. | 9h59m |
| Letztes Viertel | 25.7. | 20h41m |
In der ersten und letzten Woche des Monats ist der Mond aufgrund seiner nördlichen Deklinationen sehr gut zu beobachten und zu fotografieren. In dieser Zeit steht der Mond bei Dunkelheit sehr hoch am Himmel, so dass die horizontnahen Dunstschichten nicht stören.
Der Erdschein ist zum Monatsende nach dem letzten Viertel sehr gut beobachtbar. Der Mond steht dann noch hoch genug über dem Horizont, wenn es bereits ausreichend dunkel ist.
Am 6.7. findet eine für Fernglasbeobachter sehenswerte Konstellation zwischen Mond, Mars und Saturn statt.
Merkur bleibt im Juli unbeobachtbar.
Venus ist im Juli unbeobachtbar.
Mars ist nur noch in der ersten Julihälfte nach Einbruch der Dunkelheit tief am Westhimmel nahe des Sterns Regulus im Löwen zu beobachten.
Im Juli gibt es drei mit einem Fernglas sehenswerte Konstellationen mit Mars: Am 1.7. wandert er 0,7° nördlich am Regulus vorbei. Am 11.7. gesellt sich der Mars zu Saturn (Abstand ca. 0,7°), und am 6.7. befindet sich der Mond bei Mars und Saturn.
Die Marsuntergänge verfrühen sich von 24:00 Uhr (1.7.) auf 23:20 Uhr (15.7.). Seine Helligkeit liegt konstant bei 1,7 Magnituden, und der scheinbare Durchmesser fällt von 4,42 Bogensekunden (1.7.) auf 4,25 Bogensekunden (15.7.) Mars ist für Teleskopbeobachtungen kein lohnendes Objekt mehr.
Die Aufsuchkarte zeigt Mars und Saturn in der Nähe des Sterns Regulus im Löwen. Sie zeigt Mars und Saturn von rechts nach links am 1.7., 8.7. und 15.7. jeweils um 23:00 Uhr.

Grafik erstellt mit CakSky (www.calsky.de).
Jupiter kommt am 9.7. im Sternbild Schütze in Opposition zur Sonne. Er erreicht somit die günstigste Beobachtungsphase des Jahres: Er ist die ganze Nacht über beobachtbar und hat seine größte scheinbare Helligkeit und den größten scheinbaren Durchmesser. Seine geringe Kulminationshöhe (bei 50° nördlicher Breite beträgt seine Höhe über dem Horizont maximal 17°) erschwert jedoch Detailbeobachtungen.
Die Jupiteraufgänge verfrühen sich von 21:58 Uhr (1.7.) auf 19:47 Uhr (31.7.). Die Kulminationen verfrühen sich von 2:08 Uhr (1.7.) auf 23:50 Uhr (31.7.) und seine Untergänge von 6:14 Uhr (1.7.) auf 3:57 Uhr (31.7.). Seine scheinbare Helligkit liegt konstant bei -2,7 Magnituden. Jupiters scheinbarere Durchmesser wächst von 47,19 Bogensekunden (1.7.) auf 47,31 Bogensekunden (Oppositionsstellung) an und fällt zum 31.7. wieder auf 46,57 Bogensekunden ab.
Die Aufsuchkarte zeigt Jupiter im Sternbild Schützen. Von links nach rechts sind die Positionen am 1.7., 8.7., 15.7., 22.7. und 29.7. jeweils um 23:30 Uhr dargestellt.

Grafik erstellt mit CakSky (www.calsky.de).
Saturn ist nur noch die ersten zwei Monatsdrittel im Sternbild Löwe ohne optische Hilfsmittel zu beobachten. Er entfernt sich zusehens von Regulus. Dennoch ist Saturn im Juli an einigen interessanten Fernglas-Konstellationen beteiligt. Sie sind weiter oben bei der Beschreibung des Mars erklärt worden.
Saturns Untergänge verfrühen sich von 0:16 Uhr (1.7.) auf 23:01 Uhr (20.7.) Seine scheinbare Helligkeit liegt konstant bei 0,8 Magnituden. Saturns scheinbarer Durchmesser fällt von 16,76 Bogensekunden (1.7.) auf 16,38 Bogensekunden (20.7.) ab.
Die Aufsuchkarte zeigt Mars und Saturn in der Nähe des Sterns Regulus im Löwen. Sie zeigt Mars und Saturn von rechts nach links am 1.7., 8.7. und 15.7. jeweils um 23:00 Uhr.

Grafik erstellt mit CakSky (www.calsky.de).
Uranus ist nach wie vor in der zweiten Nachthälfte mit einem Fernglas oder Teleskop im Wassermann beobachtbar.
Seine Aufgänge verfrühen sich von 0:36 Uhr (1.7.) auf 22:33 Uhr (31.7.). Die Kulmination ist unbeobachtbar. Die Uranushelligkeit liegt konstant bei 5,8 Magnituden. Sein scheinbarer Durchmesser steigt von 3,54 Bogensekunden (1.7.) auf 3,62 Bogensekunden (31.7.) an.
Die Grafik zeigt eine Aufsuchkarte für Uranus. Sie zeigt Uranus von links nach rechts am 1.7. und am 1.8.. jeweils um 2:00 Uhr MESZ. Die Grenzgröße beträgt 7 Magnituden.

Neptun erreicht im nächsten Monat die Oppositionsstellung zur Sonne und ist zur Kulmination zum Monatsende bereits günstig mit Fernglas oder Teleskop im Steinbock aufzufinden.
Die Neptunaufgänge verfrühen sich von 23:34 Uhr (1.7.) auf 21:35 Uhr (31.7.) Seine Kulminationen verfrühen sich entsprechend von 4:33 Uhr (1.7.) auf 2:32 Uhr (31.7.). Die Neptununtergänge verschieben sich von 9:27 Uhr (1.7.) auf 7:25 Uhr (31.7.). Neptuns Helligkeit steigt geringfügig von 7,9 Magnituden auf 7,8 Magnituden. Sein scheinbarer Durchmesser steigt von 2,29 Bogensekunden auf 2,31 Bogensekunden an.
Die Grafik zeigt eine Aufsuchkarte von Neptun. Sie zeigt den Planeten von links nach rechts am 1.7. und am 1.8. jeweils um 2:00 Uhr. Die Grenzgrösse beträgt 9 Magnituden.

Grafik erstellt mit CakSky (www.calsky.de).
Pluto stand am 20.6. in Opposition zur Sonne und ist somit in der ersten Monatshälfte noch günstig im Sterbild Schütze beobachtbar, jedoch trotzdem nur größeren Geräten zugänglich.
Plutos Aufgänge verfrühen sich von 20:05 Uhr (1.7.) auf 18:05 Uhr (31.7.). Die Transits verlagern sich von 0:46 Uhr (1.7.) auf 22:41 Uhr (31.7.). Plutos Untergänge verfrühen sich von 5:23 Uhr (1.7.) auf 3:22 Uhr (31.7.) Seine scheinbare Helligkeit liegt konstant bei 13,9 Magnituden. Plutos scheinbarer Durchmesser verringert sich minimalst von 0,14 (1.7.) Bogensekunden auf 0,13 Bogensekunden (31.7.).
Die Grafik zeigt eine Aufsuchkarte für Pluto. Sie zeigt den Planet am 15.7. um 23:00 Uhr. Die Grenzgröße beträgt 12 Magnituden. Der helle Stern links oberhalb von Pluto ist TYC 6250-537-1 mit einer Helligkeit von 7,3 Magnituden.

Grafik erstellt mit CakSky (www.calsky.de).
Die Sternkarte zeigt den Sternenhimmel am 15.7.2008 um 23 Uhr, Blickrichtung Zenit. Süden ist unten.

Karte erstellt mit CalSky (www.calsky.de)
Im Juli zeigen sich die Sommersternbilder in voller Pracht. Das Sommerdreieck mit den eindrucksvollen und an Deep-Sky-Objekten reichen Sternbildern Schwan, Leier und Adler steht zusammen mit Herkules in Zenitnähe. Der Skorpion und der Schütze erreichen ihre größte Höhe über dem Horizont.
In der zweiten Nachthälfte, insbesondere zum Monatsende, erreichen die Herbststernbilder um Andromeda und Cassiopeia für eine erfolgreiche Beobachtung günstige Höhen über dem Horizont. Die Frühlingssternbilder verabschieden sich von der Himmelsbühne.
Datengrundlagen: Kosmos Himmelsjahr 2008, Kosmos Verlag; CalSky (www.calsky.de)