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| Inhalt | ||
| 1. Einleitung | 6. Venus | 11. Neptun |
| 2. Sonnenlauf | 7. Mars | 12. Pluto |
| 3. Mond | 8. Jupiter | 13. Sternenhimmel |
| 4. Planeten | 9. Saturn | |
| 5. Merkur | 10. Uranus | |
Alle Zeiten sind in Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) angegeben. Die Auf-, Untergangs- und Kulminationszeiten können je nach Standort in Mitteleuropa um plus/minus 30 Minuten von den angegebenen Zeiten abweichen.
Alle Daten wurden für Frankfurt am Main errechnet. Die Berechnungen der Mondphasen und Grafiken erfolgten mit CalSky (www.calsky.de). Alle anderen Daten sind dem Kosmos Himmelsjahr 2009 entnommen.
Im Juni durchwandert die Sonne die Sternbilder Stier und Zwillinge.
| Phase | Datum | Uhrzeit |
| Vollmond | 7.6. | 20h11m |
| Letztes Viertel | 16.6. | 0h14m |
| Neumond | 22.6. | 21h35m |
| Erstes Viertel | 29.6. | 13h28m |
Der Mond erreicht seine nördlichsten Deklinationen des Monats in den Tagen um Neumond. Die beste Zeit für detaillierte Beobachtungen der Mondoberfläche ist in den Tagen um das letzte Viertel. In Horizontnähe beeinträchtigen Dunst und Luftturbulenzen (Seeing) die Mondbeobachtung erheblich.
Der Erdschein ist zwar von der Deklination her in einer günstigen Beobachtungsposition. Jedoch beschreibt er einen ähnlichen Tagbogen wie die Sonne, so dass der Erdschein im Juni nur schlecht zu beobachten ist.
Merkur ist im Juni unbeobachtbar.
Venus ist weiterhin als strahlend heller Morgenstern beobachtbar.
Am 5.6. erreicht die Venus mit 45°51' Sonnenabstand ihre größte östliche Elongation von der Sonne. Am 6. Juni tritt die Dichotomie ein, die Venus ist dann genau zur Hälfte beleuchtet. Im Laufe des Monats nimmt der Durchmesser der Venus im Fernrohr merklich ab. Gleichzeitig nimmt der Beleuchtungsgrad der Venus zu. Venus ist also auch für kleine Teleskope ein lohnendes Beobachtungsobjekt.
Am 19.6. kommt es knapp über dem Horizont zu einer engen Begegnung von Venus, Mars und dem Mond.
Die Venusaufgänge verlagern sich von 3h36m am Monatsersten auf 2h52m am Monatsletzten.
Mars beginnt Mitte März seine Sichtbarkeitsperiode. Etwa eine halbe Stunde nach seinem Aufgang ist er für kurze Zeit sichtbar, bevor er in der Morgendämmerung verblasst. Die Beobachtung des extrem kleinen Marsscheibchens im Teleskop lohnt sich noch nicht.
Am 15. Juni geht Mars um 3h06m auf. Am 30.6. erfolgt der Aufgang bereits um 2h32m.
Jupiters Helligkeit nimmt weiterhin zu, und er beginnt seine Oppositionsperiode. Nach Mond und Venus ist er jetzt das dritthellste Gestirn des Nachthimmels.
Jupiter steht den ganzen Monat über in der Nähe des Planeten Neptun. Eine Ansicht dieser Konstellation gibt es bei der Beschreibung des Neptun.
Die Jupiteraufgänge verfrühen sich von 1h40m am 1. Juni auf 23h43m am 30. Juni.
Saturn ist nach Einbruch der Dunkelheit halbhoch im Südwesten im Löwen zu beobachten.
Die Saturnuntergänge verfrühen sich von 2h31m am 1. Juni auf 0h36m am 30. Juni.
Aufgrund der Nähe zur Kantenstellung sind die Saturnmonde und ggf. ihre Schatten auf dem Planeten, Verfinsterungen etc. überdurchschnittlich gut zu beobachten. Die Saturnmonde wirken ähnlich wie bei Jupiter auf einer Perlenkette aufgereiht, sind jedoch bedeutend lichtschwächer.
Die Saturnringe sind derzeit nur noch als schmaler Strich beidseitig der Saturnkugel wahrnehmbar. Im September wird die exakte Kantetstellung erreicht. Man erkennt daher deutlich die Applattung des Saturn.
Uranus ist unter guten Sichtbedingungen am Morgenhimmel im Sternbild Fische beobachtbar. Mit einem lichtstarken Fernglas oder Teleskop kann er etwa eine Stunde nach seinem Aufgang erkannt werden.
Aufgrund der ungünstigen Sichtbarkeitsbedingungen wird hier auf eine Aufsuchkarte verzichtet. Die Beobachtung lohnt sich noch nicht.
Am Monatsersten geht Uranus um 2h36m auf. Am Monatsletzten erfolgt sein Aufgang bereits um 0h39m.
Neptun kann mit lichtstarker Optik am Morgenhimmel beobachtet werden. Seine Kulminationen finden in den frühen Morgenstunden statt. Am 30.6. kulminiert Neptun um 4h41m.
Nach wie vor ist Jupiter eine perfekte Aufsuchhilfe für Neptun. Beide Planeten bewegen sich im Juni sehr langsam, so dass sich ihre Position zueinander nur sehr geringfügig ändern.
Am 1.6. geht Neptun um 1h37m auf. Am 30.6. erfolgt der Aufgang bereits um 23h39m.
Die Grafik zeigt eine Aufsuchkarte für Neptun (blau) mit Jupiter für den Zeitraum vom 1.6. bis 1.7.2009. Das Intervall der Planetenpositionen beträgt drei Tage. Die Grenzgröße beträgt 10 mag und das Gesichtsfeld nur ein Grad! Im Fernrohr mit schwacher Vergrößerung erkennt man Jupiter mit seinen Monden und Neptun den ganzen Monat über in einem Bildfeld! Diese seltene Konstellation sollten vor allem Einsteiger nutzen, um Neptun einfach aufzufinden!

Grafik erstellt mit CalSky (www.calsky.de; manuell beschriftet)
Pluto kommt am 23.6. in Opposition zur Sonne. Der lichtschwache Planet erreicht somit die günstigste Beobachtungsposition des Jahres. Er ist die ganze Nacht über beobachtbar.
Aufgrund seiner geringen Helligkeit von 13,9 mag ist er nur mit lichtstarken Amateurteleskopen zu erkennen. Mit Amateurmitteln ist Pluto in der Regel nur fotografisch anhand seiner Positionsänderung innerhalb einiger Tage nachweisbar.
Die Grafik zeigt eine Aufsuchkarte für Pluto. Sie zeigt Pluto von links nach rechts am 1.6., 11.6., 21.6. und am 1. Juli. Der helle Stern in der oberen Bildhälfte knapp rechts der Bildmitte ist SAO 161093 mit einer Helligkeit von 5,5 mag. Das Gesichtsfeld beträgt 1,5 Grad (!) und die Grenzgröße 14,5 mag.

Grafik erstellt mit CalSky (www.calsky.de)
Allmählich verabschieden sich die Frühlingssternbilder von der Himmelsbühne. Sie sind nur noch am Abendhimmel relativ knapp über dem Westhorizont zu beobachten.
Die Sommersternbilder sind jetzt sehr gut zu beobachten. Insbesondere das Sommerdreieck um die Sternbilder Schwan, Adler und Pfeil steht im Juni sehr günstig am Himmel. Herkules ist mit seinen Kugelsternhaufen in optimaler zenitnaher Beobachtungsposition.
Die Sternkarte zeigt den Sternenhimmel am 15.6.2009 um 23 Uhr, Blickrichtung Zenit. Süden ist unten.

Karte erstellt mit CalSky (www.calsky.de)
Datengrundlagen: Kosmos Himmelsjahr 2009, Kosmos Verlag; CalSky (www.calsky.de)