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| Inhalt | ||
| 1. Einleitung | 6. Venus | 11. Neptun |
| 2. Sonnenlauf | 7. Mars | 12. Sternenhimmel |
| 3. Mond | 8. Jupiter | |
| 4. Planeten | 9. Saturn | |
| 5. Merkur | 10. Uranus | |
Alle Zeiten sind in Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) angegeben. Die Auf-, Untergangs- und Kulminationszeiten können je nach Standort in Mitteleuropa um plus/minus 30 Minuten von den angegebenen Zeiten abweichen.
Alle Daten wurden für Frankfurt am Main errechnet. Die Berechnungen der Mondphasen und Grafiken erfolgten mit CalSky (www.calsky.de). Alle anderen Daten sind dem Kosmos Himmelsjahr 2009 entnommen.
Im Mai durchwandert die Sonne die Sternbilder Widder und Stier.
| Phase | Datum | Uhrzeit |
| Erstes Viertel | 1.5. | 22h44m |
| Vollmond | 9.5. | 6h01m |
| Letztes Viertel | 17.5. | 9h26m |
| Neumond | 24.5. | 14h11m |
| Erstes Viertel | 31.5. | 5h22m |
Der Mond erreicht seine nördlichsten Deklinationen des Monats am ersten Viertel zum Monatsbeginn sowie in der Zeit um Neumond. Die beste Zeit für detaillierte Mondbeobachtungen ist daher in den ersten Maitagen und zur Zeit der zu- und abnehmenden schmalen Mondsichel, die sich jetzt besonders günstig beobachten lässt. In Horizontnähe beeinträchtigen Dunst und Luftturbulenzen (Seeing) die Mondbeobachtung erheblich.
Der Erdschein ist zum Monatsende nach Neumond in idealer Beobachtungsposition. Nach Einbruch der Dunkelheit steht der zunehmende Mond noch hoch genug, um von den horizontnahen Dunstschichten nur wenig beeinflußt zu werden.
Merkur ist unter guten Sichtbedingungen nur noch an den ersten beiden Tagen des Monats am Westhimmel zu beobachten. Am 2.5. geht er um 22h34m unter. Ab etwa 20h30m kann er in Horizontnähe erkannt werden. Eine halbe Stunde später ist er in den horizontnahen Dunstschichten verschwunden.
Venus steht am 2. Mai mit -4,5 Magnituden Helligkeit in größtem Glanz. Somit erreicht sie ihre größte Helligkeit als Morgenstern am Osthimmel.
Am Morgen des 21. Mai steht der abnehmende Mond gut zehn Vollmonddurchmesser von Venus entfernt.
Derzeit erscheint die Venus im Teleskop als schmale, relativ große Sichel, die zu Monatsbeginn eine zu 25% beleuchtete Venus darstellt. Im Laufe des Monats wird die Sichel kleiner und dicker. Zum Monatsende ist Venus zu 47% beleuchtet. Somit ist Venus ein interessantes Objekt für regelmäßige Beobachtungen. Bereits mit kleinsten Amateurteleskopen mit 60-70mm Öffnung ist die Veränderung der Venusphase ein dankbares Beobachtungsprojekt.
Am 1.5. geht die Venus um 4h35m auf. Bis zum Monatsende verschiebt sich ihr Aufgang auf 3h38m.
Mars ist im Mai unbeobachtbar.
Jupiter wird zum Planet der zweiten Nachthälfte. Seine Helligkeit und Durchmesser im Fernrohr nehmen schnell merklich zu. Er wird nach Venus zum zweithellsten Gestirn des Nachthimmels.
Am 17. Mai begegnet der abnehmende Halbmond dem Jupiter. Danach bewegt sich Jupiter auf Neptun zu, an dem er am 25. Mai in nur 23 Bogenminuten (knapp ein Vollmonddurchmesser) Abstand vorbei wandert.
Die folgende Grafik zeigt diese Konstellation am 17. Mai 2009 um 4:00 Uhr. Die Grenzgröße beträgt 8,5 mag und das Gesichtsfeld 7,5 Grad. Im Süden ist der Nordrand vom Sternbild Steinbock erkennbar.

Grafik erstellt mit CalSky (www.calsky.de)
Die Jupiteraufgänge verfrühen sich von 3h36m am 1. Mai auf auf 1h44m am 31. Mai.
Saturn beendet Mitte Mai seine Oppositionsperiode. Seine Helligkeit nimmt im Laufe des Monats merklich ab. In der zweiten Nachthälfte wird Saturn unbeobachtbar.
Die Saturnuntergänge verfrühen sich von 4h34m am 1.Mai auf 2h35m am 31. Mai.
Aufgrund der Nähe zur Kantenstellung sind die Saturnmonde und ggf. ihre Schatten auf dem Planeten, Verfinsterungen etc. überdurchschnittlich gut zu beobachten. Die Saturnmonde wirken ähnlich wie bei Jupiter auf einer Perlenkette aufgereiht, sind jedoch bedeutend lichtschwächer.
Die Saturnringe sind derzeit nur noch als schmaler Strich beidseitig der Saturnkugel wahrnehmbar. Im September wird die exakte Kantetstellung erreicht. Man erkennt daher deutlich die Applattung des Saturn.
Uranus ist im Mai unbeobachtbar.
Neptun kann ab Ende Mai mit lichtstarker Optik am Morgenhimmel beobachtet werden.
In der Zeit um den 25. Mai kann Jupiter als exzellente Aufsuchhilfe für Neptun dienen: Am 25.5. wandert er in nur 23 Bogenminuten Abstand südlich am Neptun vorbei. Zum Vergleich: Der Vollmond hat einen mittleren scheinbaren Durchmesser von 32 Bogenminuten. Im Fernrohr mit schwacher Vergrößerung und großem Gesichtsfeld befinden sich beide Planeten im Gesichtsfeld des Okulars! Neptun fällt durch seine bläuliche Farbe auf.
Die folgende Grafik zeigt diese Konstellation am 25. Mai 2009 um 4:00 Uhr. Die Grenzgröße beträgt 8,5 mag und das Gesichtsfeld 7,5 Grad. Der hellste Stern rechts unten im Bild ist Delta Cap, rechts davon ist Gamma Cap.

Grafik erstellt mit CalSky (www.calsky.de)
Neptun geht am 15.5. um 2h44 auf. Bis zum 31.5. verfrüht sich sein Aufgang auf 1h41m.
Die Frühlingssternbilder um Großer Wagen, Bootes und Jungfrau dominieren mit ihren Galaxienhaufen das Firmament. In der zweiten Nachthälfte, insbesondere zum Monatsende, erklimmen die Sommersternbilder um Hercules und Leier immer bessere Beobachtungspositionen.Ihre Beobachtung lohnt sich dann bereits.
Die Sternkarte zeigt den Sternenhimmel am 15.5.2009 um 23 Uhr, Blickrichtung Zenit. Süden ist unten.

Karte erstellt mit CalSky (www.calsky.de)
Datengrundlagen: Kosmos Himmelsjahr 2009, Kosmos Verlag; CalSky (www.calsky.de)