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Die Plejadenbedeckung durch den Mond
am 24. August 2008

Wegen Bewölkung kann leider kein Foto der Plejadenbedeckung gezeigt werden.

In der Nacht zum 24. August ist nach Mondaufgang das Ende einer Plejadenbedeckung durch den abnehmenden Halbmond zu beobachten.

Verlauf der Bedeckung

Die Grafik zeigt die Ansicht der Konstellation für Frankfurt am Main:

Grafik der Bedeckung

Grafik erstellt mit CalSky (www.calsky.de)

Die Uhrzeit beträgt auf der Abbildung 0:15 Uhr. Das Gesichtsfeld beträgt drei Grad, die visuelle Grenzgröße 9 Magnituden und die Horizonthöhe um 0:15 Uhr 11,1 Grad.

Die Tabelle gibt die Mondaufgänge vor der Bedeckung für einige Städte in MESZ an:

Stadt Mondaufgang (jeweils am Abend des 23.8.)
Hamburg 22h17m
Berlin 22h10m
Köln 22h47m
Hannover 22h27m
Dresden 22h18m
Frankfurt / Main 22h44m
Stuttgart 22h49m
München 22h43m
Wien 22h23m
Zürich 22h59m

Visuelle Beobachtung

Mit einem Fernglas lässt sich die Bedeckung sehr gut visuell verfolgen. Die Plejadensterne werden im Fernglas nicht so stark wie bei den letzten Bedeckungen überstrahlt, da die beleuchtete Mondhälfte von den Plejaden weg zeigt. Ausserdem streift der Mond nach seinem Aufgang nur die Randpartien der Plejaden.

Zusammen mit dem Sternhaufen gibt das ein eindrucksvolles Bild in Fernglas und schwach vergrößernden Teleskopen.

Fotografie

Mit fotografischen Aufnahmen sollte man warten, bis der Mond nach dem Aufgang etwa zehn Grad über dem Horizont steht. Das entspricht ca. 20 Vollmond-Durchmessern oder der Breite der Faust am ausgestreckten Arm. Ansonsten machen sich die horizontnahen Dunstschichten störend bemerkbar und "schlucken" die Plejadensterne.

Da sich die Dicke der horizontnahen Dunstschichten nicht vorhersehen lassen, empfiehlt sich auf jeden Fall eine Belichtungsreihe aus verschiedenen Belichtungszeiten.

Die Fotografie dieser Begegnung des Mondes mit den Plejaden ist um ein vielfaches einfacher als bei den früheren Bedeckungen in der Zeit um Vollmond. Bei diesen konnte man kaum länger als ein bis zwei Sekunden belichten, ohne dass der überelichtete Mond die umliegenden Plejadensterne überstrahlt hätte.

Bereits mit mittleren ISO-Empfindlichkeiten (bei dieser Bedeckung empfehlen sich ISO 400) und hoher Lichtstärke um 1:4 kann man mit ein bis zwei Sekunden Belichtungszeit den Erdschein und die Plejadensterne erfassen, sofern die horizontnahen Dunstschichten nicht zu stark ausfallen. Hierbei wird der von der Sonne beleuchtete Teil des Mondes jedoch überbelichtet. Man erkennt bei längeren Brennweiten ggf. das Relief unmittelbar am Terminator.

Man erzielt bei dieser Bedeckung wesentlich bessere Ergebnisse, wenn man eine mittlere Brennweite mit längerer Belichtungszeit verwendet und die Optik der täglichen Bewegung des Himmels nachführt. Dann kann man eine geringere Empfindlichkeit verwenden, wodurch das Bild rauscharmer und schärfer wird.

Eine weitere, sehr interessante Variante ist es diesmal, den Horizont bei kurzen bis mittleren Brennweiten (etwa 100 bis 135 Millimeter) in das Bild mit einzubeziehen. Hierbei hat man die Plejaden, den Erdschein und den Vordergrund auf einem Foto. Bis etwa vier Sekunden Belichtungszeit lassen sich anwenden, um die scheinbare Bewegung der Sterne nicht zu stark auf dem Bild sichtbar werden zu lassen.