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Die Plejadenbedeckung durch den Mond
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| Stadt | Mondaufgang (jeweils am Abend des 23.8.) |
| Hamburg | 22h17m |
| Berlin | 22h10m |
| Köln | 22h47m |
| Hannover | 22h27m |
| Dresden | 22h18m |
| Frankfurt / Main | 22h44m |
| Stuttgart | 22h49m |
| München | 22h43m |
| Wien | 22h23m |
| Zürich | 22h59m |
Mit einem Fernglas lässt sich die Bedeckung sehr gut visuell verfolgen. Die Plejadensterne werden im Fernglas nicht so stark wie bei den letzten Bedeckungen überstrahlt, da die beleuchtete Mondhälfte von den Plejaden weg zeigt. Ausserdem streift der Mond nach seinem Aufgang nur die Randpartien der Plejaden.
Zusammen mit dem Sternhaufen gibt das ein eindrucksvolles Bild in Fernglas und schwach vergrößernden Teleskopen.
Mit fotografischen Aufnahmen sollte man warten, bis der Mond nach dem Aufgang etwa zehn Grad über dem Horizont steht. Das entspricht ca. 20 Vollmond-Durchmessern oder der Breite der Faust am ausgestreckten Arm. Ansonsten machen sich die horizontnahen Dunstschichten störend bemerkbar und "schlucken" die Plejadensterne.
Da sich die Dicke der horizontnahen Dunstschichten nicht vorhersehen lassen, empfiehlt sich auf jeden Fall eine Belichtungsreihe aus verschiedenen Belichtungszeiten.
Die Fotografie dieser Begegnung des Mondes mit den Plejaden ist um ein vielfaches einfacher als bei den früheren Bedeckungen in der Zeit um Vollmond. Bei diesen konnte man kaum länger als ein bis zwei Sekunden belichten, ohne dass der überelichtete Mond die umliegenden Plejadensterne überstrahlt hätte.
Bereits mit mittleren ISO-Empfindlichkeiten (bei dieser Bedeckung empfehlen sich ISO 400) und hoher Lichtstärke um 1:4 kann man mit ein bis zwei Sekunden Belichtungszeit den Erdschein und die Plejadensterne erfassen, sofern die horizontnahen Dunstschichten nicht zu stark ausfallen. Hierbei wird der von der Sonne beleuchtete Teil des Mondes jedoch überbelichtet. Man erkennt bei längeren Brennweiten ggf. das Relief unmittelbar am Terminator.
Man erzielt bei dieser Bedeckung wesentlich bessere Ergebnisse, wenn man eine mittlere Brennweite mit längerer Belichtungszeit verwendet und die Optik der täglichen Bewegung des Himmels nachführt. Dann kann man eine geringere Empfindlichkeit verwenden, wodurch das Bild rauscharmer und schärfer wird.
Eine weitere, sehr interessante Variante ist es diesmal, den Horizont bei kurzen bis mittleren Brennweiten (etwa 100 bis 135 Millimeter) in das Bild mit einzubeziehen. Hierbei hat man die Plejaden, den Erdschein und den Vordergrund auf einem Foto. Bis etwa vier Sekunden Belichtungszeit lassen sich anwenden, um die scheinbare Bewegung der Sterne nicht zu stark auf dem Bild sichtbar werden zu lassen.