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Saturnbedeckung durch den Mond
am 22. Mai 2007

Am frühen Abend des 22. Mai 2007 findet die zweite Saturnbedeckung durch den Mond in diesem Jahr statt. Dieses Mal ist der zunehmende Mond knapp zur Hälfte beleuchtet, und die Bedeckung beginnt zur Zeit des Sonnenunterganges. Das erschwert die Beobachtung und Fotografie des Beginns der Bedeckung erheblich.

Die Bedeckung nimmt folgenden zeitlichen Verlauf:

Stadt Sonnenuntergang Eintritt Austritt
Hamburg 21h24m 21h13m 22h21m
Lübeck 21h23m 21h13m 22h21m
Berlin 21h06m 21h18m 22h25m
Hannover 21h19m 21h16m 22h24m
Köln 21h24m 21h16m 22h24m
Frankfurt / Main 21h14m 21h19m 22h27m
Magdeburg 21h11m 21h17m 22h25m
Leipzig 21h04m 21h19m 22h27m
Göttingen 21h15m 21h17m 21h17m
Koblenz 21h19m 21h18m 22h26m
Stuttgart 21h06m 21h22m 22h30m
Nürnberg 21h01m 21h22m 22h30m
München 20h54m 21h25m 22h32m
Wien 20h35m 21h28m 22h34m
Zürich 21h03m 21h25m 22h32m
Bern 21h06m 21h25m 22h32m

Die folgenden Grafiken zeigen den Eintritt und Austritt des Saturn. Der Planet ist leicht vergrößert dargestellt.

Eintritt

Eintritt

Grafiken erstellt mit Calsky (www.calsky.de)

Es dauert jeweils gut eine Minute, bis der Mond den Saturn komplett bedeckt bzw. freigegeben hat.

Aus der Tabelle ergibt sich zwangsläufig, dass der Eintritt nicht überall beobachtbar ist. Insbesondere in Norddeutschland geht die Sonne erst nach Beginn der Bedeckung unter. Der Austritt lässt sich nur im Fernglas oder Teleskop verfolgen, da der helle Mondrand den Planet mit dem bloßen Auge überstrahlt. Für den Eintritt ist zumindest ein Fernglas erforderlich.

In Süddeutschland, Österreich und Schweiz sind die Chancen für eine erfolgreiche Beobachtung und Fotografie des Eintrittes am größten.

Die Fotografie des Eintrittes dürfte sich an der Grenze der Erfassbarkeit befinden, da es zum Zeitpunkt des Eintrittes noch sehr hell ist. Wenn überhaupt, erscheint Saturn blass und seine Oberfläche kontrastarm. Es sollte knapp belichtet werden, da der Himmel den Saturn ansonsten überstrahlt. Die benötigten Belichtungszeiten liegen bei maximal 1/100 bis 1/300 Sekunde bei Blende 10. Bei so kritischen Lichtverhältnissen muss man unbedingt eine Belichtungsreihe aus verschieenen Belichtungszeiten anfertigen. Es empfielt sich die Verwendung von mindestens 500 Millimetern Brennweite, um den schwachen Saturn in der Dämmerung gut erkennen zu können.

Der Austritt ist einfacher zu fotografieren. Hier empfehle ich 1/100 bis 1/300 Sekunde bei ISO 200 bei Blende 10. Wegen der noch herrschenden Dämmerung sollte man eine Belichtungsreihe anfertigen. Die Brennweite sollte mindestens 300 Millimeter betragen. Ab etwa 1000 Millimeter Brennweite erkennt man mit digitalen Spiegelreflexkameras angedeutet die Saturnringe, mit Vollformat-Sensoren oder analogem Film sind hierfür mindestens 1500 Millimeter Brennweite erforderlich.

Man sollte Aufnahmen im Abstand von einigen Minuten anfertigen, um die Wanderung des Mondes zu dokumentieren. Mit kurzen Brennweiten, die Saturn nur als Punkt abbilden, ist der Planet besser zu erkennen, wenn er sich ein wenig vom Mond entfernt hat.

Eine allgemeine Anleitung zur Fotografie von Sternbedeckungen und Konstellationen finden Sie hier.

Alle Daten wurden mit CalSky (www.calsky.de) errechnet.