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Venusbedeckung durch den Mond
am 18. Juni 2007

Am Nachmittag des 18. Juni bedeckt die zunehmende Mondsichel die Venus. Die Bedeckung ist relativ einfach zu beobachten und zu fotografieren. Das Ereignis erfolgt bei vollem Tageslicht und zu einer für die allermeisten Beobachter ungünstigen Uhrzeit. Am Tag der Bedeckung hat Venus einen scheinbaren Durchmesser von 26,36 Bogensekunden und einen Beleuchtungsgrad von knapp 50%.

Die Bedeckung nimmt folgenden zeitlichen Verlauf:

Stadt Eintritt Austritt
Hamburg 16h13m 17h35m
Lübeck 16h13m 17h35m
Berlin 16h19m 17h40m
Hannover 16h14m 17h36m
Köln 16h12m 17h34m
Frankfurt / Main 16h15m 17h37
Magdeburg 16h17m 17h39m
Leipzig 16h19m 17h41m
Göttingen 16h15m 17h37m
Koblenz 16h14m 17h35m
Stuttgart 16h18m 17h40m
Nürnberg 16h20m 17h42m
München 16h22m 17h44m
Wien 16h29m 17h51m
Zürich 16h20m 17h40m
Bern 16h19m 17h38m

Die folgenden Grafiken zeigen den Eintritt und Austritt der Venus. Der Planet ist leicht vergrößert dargestellt.

Eintritt

Austritt

Grafiken erstellt mit Calsky (www.calsky.de)

Es dauert jeweils gut eine Minute, bis der Mond die Venus komplett bedeckt bzw. freigegeben hat.

Visuelle Beobachtung

Die Bedeckung stellt einen Grenzfall für die Beobachtbarkeit mit dem bloßen Auge dar. Auf jeden Fall lässt sich das Ereignis mit einem Fernglas oder Teleskop verfolgen. Die Sichelgestalt der Venus ist auch in kleinen Teleskopen bei schwacher bis mittlerer Vergrösserung deutlich auszumachen.

Der Winkelabstand zur Sonne ist hinreichend groß, so dass keine Gefahr besteht, dass man das Teleskop versehentlich ungeschützt auf die Sonne richtet, zumal der Mond als Aufsuchhilfe mit dem bloßen Auge zu erkennen ist.

Für den Beobachter ist der Ein- und Austritt nach gut einer halben Minute abgeschlossen. Da die Venus zum Zeitpunkt der Bedeckung nur etwa halb beleuchtet ist (siehe Grafiken), ist der Ein- und Austritt der Nachtseite der Venus nicht direkt beobachtbar.

Fotografie

Die Fotografie der Venusbedeckung ist relativ einfach. Da die Bedeckung bei Tageslicht stattfindet, müssen kürzeste Belichtungszeiten angewendet werden, damit der helle Himmelshintergrund die Venus und ggf. den Mond nicht überbelichten.

Man sollte stark abblenden (etwa auf f/8 oder f/11) und mit ISO 100 fotografieren. Selbst bei diesen Einstellungen sind Belichtungszeiten um 1/1000 Sekunde völlig ausreichend. Man sollte unbedingt eine Belichtungsreihe aus verschiedenen Belichtungszeiten anfertigen, da bereits dünne Wolken oder Dunst die Sichtbedingungen erheblich einschränken.

Bei leichter Überbelichtung kann man versuchen, die Venus mit Tonwertkorrektur, auch Histogrammangleichung genannt, die Venus herauszuarbeiten.

Eine allgemeine Anleitung zur Fotografie von Sternbedeckungen und Konstellationen finden Sie hier.

Alle Daten wurden mit CalSky (www.calsky.de) errechnet.