www.AstroPlatz.de: Himmelsbeobachtung, Astrofotografie, Einsteigertipps, aktueller Sternenhimmel
Home Astronomie Aktuelles am Himmel Sonstiges Impressum & Kontakt

Partnerseiten:

Der richtige Einstieg

Der Einstieg in die Astrofotografie ist nicht annähernd so schwer, wie es häufig angenommen wird: Bereits jede einfache Fotoausrüstung eignet sich für die ersten erfolgreichen Astrofoto-Versuche. Jedes mit einer Kamera ausgelieferte Standard-Zoom mit einem Brennweitenbereich vom leichten Weitwinkel bis leichten Teleobjektiv liefert eindrucksvolle Fotos des Sternenhimmels. Es muss also für den Anfang kein großes Teleskop sein.

Der Einstieg in die Astrofotografie ist auch nicht mit einem großen Kostenaufwand verbunden. Für den Anfang benötigt man folgende Grundausrüstung, eine ausführliche Beschreibung der Ausrüstungsgegenstände finden Sie im Artikel Grundlagen:

  • Spiegelreflexkamera mit mitgeliefertem Objektiv, ggf. ein mittleres Telezoom-Objektiv
  • Mittelschweres, stabiles Stativ
  • Kabel- oder Fernauslöser
  • Filmmaterial bei analogen Kameras (ISO 400 ist für den Einstieg ideal)
  • Ersatzbatterien

Zoom-Objektive sind für eine ernsthafte Astrofotografie auf Fortgeschrittenem-Niveau nur bedingt geeignet. Für den Einstieg, insbesondere bei der Fotografie von Konstellationen, sind sie dennoch eine durchaus geeignete Wahl, da sie sich auch in der Alltagsfotografie vielfältig verwenden lassen. Zoom-Objektive werden im Artikel Optiken ausführlich besprochen.

Bei den Motiven empfehle ich den Einstieg beim Mond: Er ist aufgrund seiner Größe und klaren Form ein ideales Einstiegsobjekt (aber in Anbetracht seiner unzähligen Strukturen und Erscheinungsformen auch ein Betätigungsfeld für ein ganzes Leben und alle Ansprüche). Der Mond ist mit jeder Brennweite ein dankbares Objekt und ausserdem sehr einfach zu fokussieren, so dass man schnell erste Erfolge erzielt, die den angehenden Astrofotografen bei der Stange halten.

Der zunehmende Halbmond

Solche Astrofotos sind bereits in der ersten Beobachtungsnacht möglich. Je nach verwendeter Brennweite erscheint der Erdtrabant unterschiedlich groß und strukturiert. Bereits mit Telezoom-Objektiven erkennt man deutlich die Mondmeere und großen Krater.

Sehr wichtig ist eine angemessene Bekleidung: Astrofotografie wird im Sitzen bzw. im Stehen ausgeführt. Bei kalten Nächten ist eine warme Kleidung sehr wichtig. Klamme Finger machen eine exakte Einstellung der Geräte und die genaue Nachführung unmöglich. Es sollten deshalb Handschuhe getragen werden, die einerseits warm halten, andererseits eine präzise Bewegung der Finger ermöglichen.

Ich wünsche Ihnen nun viel Spaß und Erfolg mit der Astrofotografie.

Ergänzende Artikel: Grundlagen, Optiken, Wahl eines Beobachtungsstandortes

Version vom: 17.9.2008 | Autor: Christian Leu | Hinweis zum Drucken | Datenschutzerklärung