Die partielle Sonnenfinsternis vom 29. März 2006

Hochaufgelöste Version: 930*620 Pixel; 126 KB
Optik: Zeiss Sonnar 4/300mm, abgeblendet auf 1:8 mit Zweifach-Telekonverter (VEB Kamerafabrik Freital); Effektivblende: 1:16
Kamera: Canon EOS 300D
Empfindlichkeit: ISO 100
Belichtungszeiten: 1/2000 Sekunde
Zeiten: siehe Bild
Ort: Berlin
Bildautor: Christian Leu, Berlin
Die kleinen Fotos wurden durch eine fotografische Sonnenfilterfolie aufgenommen. Hierbei muss das Objektiv stark abgeblendet werden, da das Sonnenlicht bei der Zentrierung der Sonne so hell ist, dass Augenschäden drohen (fotografische Sonnenfilterfolie ist für extrem kurze Belichtungszeiten ausgelegt und lässt zehnmal mehr Licht durch als visuelle Filterfolie).
Das Hintergrundbild entstand ohne Filter. Es wurde abgewartet, bis eine mäßig dichte Wolkenschicht vor die Sonne zog, mit bloßem Auge erschien die Sonne dennoch fast genauso grell wie bei wolkenlosem Himmel.
Zur dennoch notwendigen Zentrierung der Sonne im Sucher positionierte ich mein Gesicht knapp 30 Zentimeter hinter dem Sucher. Obwohl jeweils nur kurz durch den Sucher geschaut wurde und der Blick zur Verfolgung der Wolkenbewegungen einige Minuten lang in Richtung Sonne, aber nicht direkt in die Sonne gerichtet wurde, sah ich die Umgebung einige Minuten nach der Aufnahme wie durch einen schwachen Rotfilter mit einem extrem großen Nachbild der Sonne.
Diese Methode wird deshalb unter keinen Umständen zur Nachahmung empfohlen!!!!!!!!!! Auch zur Zentrierung muss der Filter UNBEDINGT vor dem Objektiv verbleiben und darf erst unmittelbar vor der Belichtung entfernt werden, ohne in irgendeiner Form durch den Sucher zu schauen. Es dringt bei einem solchen Bewölkungsgrad genug Sonnenlicht durch den Filter, um die Sonne zu zentrieren.
Für solche Aufnahmen muss eine Serie von Aufnahmen angefertigt werden, da man aufgrund der extremen Helligkeit der Sonne nicht einschätzen kann, wie dicht die Wolken wirklich sind.
Siehe auch: Anleitung zur Fotografie von Sonnenfinsternissen
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